2 min

Onkolots:in

Onkolots:innen sind speziell qualifizierte Fachkräfte, die Menschen mit Krebs und ihre Angehörigen durch das Versorgungssystem begleiten. Ziel ist es, Orientierung zu geben, Hürden abzubauen und die Versorgung zu koordinieren – damit Betroffene nicht allein alles organisieren und verstehen müssen. 

Wichtig: Der Begriff „Onkolots:in“ bezeichnet konkret ein von der Deutschen Krebshilfe mitgefördertes Weiterbildungsprogramm. Davon zu unterscheiden sind ähnliche Rollen wie „Patientennavigator:in“ oder „Care Manager:in“ in verschiedenen Kliniken und Zentren. 

Was machen Onkolots:innen konkret? 

Je nach Angebot und Region kann das z. B. sein: 

  • Hilfe beim Verstehen von Behandlungsabläufen und nächsten Schritten 
  • Koordination von Terminen und Anlaufstellen (z. B. Psychoonkologie, Reha, Sozialdienst) 
  • Unterstützung bei organisatorischen Themen (Anträge, Nachsorge, Hilfsmittel) 
  • Lotsenfunktion zwischen Klinik, Praxis, Reha, Beratung, Pflege und Selbsthilfe

Onkolots:innen ersetzen nicht das ärztliche Team. Sie sind keine Zweitärzt:innen, sondern Struktur- und Orientierungsprofis. 

Wann sind Onkolots:innen besonders hilfreich? 

  • Wenn viele Stellen beteiligt sind (Klinik, Praxis, Reha, Pflege, Kinderbetreuung, Job) 
  • Wenn du dich überfordert fühlst oder nicht weißt, wo du anfangen sollst 
  • Wenn Sprachbarrieren, psychische Belastung oder soziale Probleme dazukommen 

Wo sind Onkolots:innen zu finden? 

  • In manchen Kliniken und Zentren gibt es Lots:innen direkt. 
  • Teilweise über das Programm „Onkolotse“ (Weiterbildungsinitiative) oder regionale Projekte. 
  • Anfrage beim Sozialdienst der behandelnden Klinik oder bei Krebsberatungsstellen.

Jetzt teilen