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Chemonebel 

„Chemonebel“ ist ein deutschsprachiger Alltagsbegriff für das Gefühl, dass der Kopf „wie in Watte gepackt“ ist – langsameres Denken, Konzentrationsprobleme, Wortfindungsstörungen, Vergesslichkeit. Das Phänomen tritt im Zusammenhang mit Krebserkrankungen und ihrer Behandlung auf. Im englischen Sprachraum spricht man vom Chemobrain. Da das Symptom aber nicht nur bei oder nach einer Chemotherapie auftritt, gibt es auch neue, breitere Begriffsansätze, wie beispielsweiseTherapienebel“. 

Was ist der Unterschied zu „Chemobrain“? 

Chemonebel und Chemobrain beschreiben dasselbe Phänomen – einmal auf Deutsch, einmal auf Englisch. „Chemonebel“ trifft für viele Betroffene das Erlebnis bildlicher: ein Nebel, der sich nicht wegdenken lässt. „Chemobrain“ klingt klinischer und taucht häufiger in Fachartikeln auf. Gemeint ist bei beiden Begriffen dasselbe. 

In aktuellen Kontexten tauchen vermehrt die Begriffe „Onkobrain“ und „Therapienebel“ auf. Weil der Nebel im Kopf nicht nur nach Chemotherapie entsteht. Er kann durch viele Ursachen ausgelöst werden: Antihormontherapien, Immuntherapien, Bestrahlung, Fatigue, Schlafmangel, Angst oder Blutarmut können genauso dahinterstecken. Die Begriffe Onkobrain und Therapienebel bilden diesen breiteren Zusammenhang besser ab. 

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