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Nicht-binär/Divers

Neben männlich und weiblich gibt es noch weitere Geschlechter. Eines davon ist nicht-binär (auch non-binär oder genderqueer).  

Was bedeutet „nicht-binär“?

Nicht-Binäre Menschen fühlen sich der zweigeteilten Geschlechterordnung (Binarität) in männlich und weiblich nicht zugeordnet, sehen sich also weder als Mann noch als Frau.  

Das Spektrum an Nicht-Binarität ist groß. Während sich viele Personen als genderfluid bezeichnen, weil sich bei ihnen die Geschlechtsidentität zeitweise oder regelmäßig ändert, sehen sich andere als agender und fühlen sich gar keinem Geschlecht zugehörig. Im Gegenteil lautet die Selbstdefinition von Menschen, die sich vielen Geschlechtern zuordnen, „polygender„, wohingegen der Begriff „pangender“ schließlich alle Geschlechter gleichzeitig in sich vereint.   

Welches Pronomen für nicht-binäre Geschlechter?

Viele Menschen tun sich schwer damit, wie sie am besten eine Nicht-Binäre Person ansprechen oder über eine Nicht-Binäre Person sprechen sollen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Manche Non-Binarys verwenden trotzdem die binären Pronomen „sie“ oder „er“.  Es gibt aber auch neue Pronomen wie zum Beispiel „xier“ oder „sier“. Außerdem wird auch oft das englische Pronomen „they/them“ verwendet. Grundsätzlich gilt, einfach bei der Person nachfragen, welche Pronomen verwendet werden sollen. Bist du dir nicht sicher, wie du über eine Person sprechen sollst, kannst du auch einfach genderneutrale Begriffe verwenden. Also zum Beispiel, statt zu sagen: „Das ist Tims Sohn/Tochter.“, kannst du auch einfach sagen „Das ist Tims Kind.“ 

Was ist der Unterschied zwischen Nicht-Binär und Divers?

Seit 2018 gibt es die Möglichkeit, ein anderes Geschlecht, außer „männlich“ oder „weiblich“ eintragen zu lassen. Wer sich diesen Beschreibungen nicht zugeordnet fühlt kann auch „divers“ eintragen lassen oder offen eintragen.  

Diversität hat viele Dimensionen. Diese Dimensionen kann man sich ein bisschen vorstellen wie die verschiedenen Schichten einer Zwiebel. Ganz innen steht die persönliche Identität. Dann gibt es eine primäre Ebene. Sie enthält beispielsweise das Alter, das Geburtsgeschlecht und die Geschlechtsidentität. Der nächste Ring ist die sekundäre Ebene. Sie enthält Informationen wie die Religion, Sprache oder den Arbeitsstil. Danach kommt die institutionelle Ebene. Hier geht es um Work-Life-Balance, das soziale Netzwerk oder auch das Rollenverständnis der Gesellschaft. Zuletzt kommt die kulturelle Ebene. Hier geht es um das Verhältnis zu Autoritäten, um Konfliktlösungspotenzial oder um Körpersprache.  

 

Quellen:

 

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