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Schweißhacks bei Krebs
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Schweiß-Hacks: Wenn dein Kühlsystem überschwitzt

Schwitzen gehört zum Sommer dazu. Aber was passiert, wenn dein Körper plötzlich schwitzt, obwohl es gar nicht heiß ist? Das erleben viele während und oft auch nach einer Krebstherapie. Warum Hitze zur Endgegnerin werden kann und welche Schweiß-Hacks wirklich helfen. Wir klären auf.

Seite 2/2: Wie du deinen Schweiß in diesem Sommer besser in den Griff bekommst, erfährst du in unseren sieben Schweiß-Hacks.  

Wie du jetzt weißt: Schweiß ist etwas ganz Natürliches, aber oft sehr belastend. Denn es gibt definitiv spaßigere Beschäftigungen, als ständig klebrige Kleidung oder durchnässte Bettwäsche wechseln zu müssen. Von den sozialen Folgen ganz zu schweigen.

Was du beobachten solltest:
Wenn du merkst, dass dein Schwitzen plötzlich extrem wird, ganz neu auftritt oder in Kombination mit Fieber, Schwindel oder starkem Gewichtsverlust einhergeht, dann solltest du das besser medizinisch abklären lassen. 

Wenn du gerade mitten in einer Krebstherapie steckst oder dein Körper sowieso schneller ins Schwitzen kommt als dir lieb ist, haben wir hier ein paar Schweiß-Hacks gesammelt, die dich etwas abkühlen können. 

Heiße Schweißhacks für kühlere Sommertage 

Nein. Einen magischen Trick gegen Sommerhitze gibt es nicht. Es gibt aber Tipps, die bei starkem Schwitzen helfen können: 

1. Der Kühlzonen-Hack

Versuche, anstatt des ganzen Körpers, gezielt Stellen herunterzukühlen, an denen viele Blutgefäße verlaufen – wie etwa Handgelenke, Kniekehlen, Unterarme oder Nacken. Kennst du das Konzept „vor dem Schwimmen den Nacken nass machen“? Funktioniert hier genauso. Kühle Waschlappen oder Kühlpacks in Stoff eingewickelt können dir helfen, deine Körpertemperatur zu regulieren.  

Auch Kneippsche Anwendungen wie warme und kalte Wechselbäder, Duschen oder Wassertreten in einem Kneipbecken können stabilisieren. 

Person mit leichtem weißen Tuch vor Gesicht hält Ventilator
Mit ein paar gezielten Maßnahmen lassen sich Hitze und übermäßiges Schwitzen oft gut in den Griff bekommen. (Foto: Pexels/Galvao Menacho)

2. Die Theorie des richtigen Materials

Simpel aber effektiv: Manchmal gewinnt auch einfach das Leinenhemd den Hitzekampf. Verzichte auf synthetische Kleidung direkt auf der Haut und trage stattdessen luftige Kleidung, die den Schweiß aufsaugt: 

  • Trage atmungsaktive Stoffe wie Baumwolle, Leinen und Seide. 
  • Vermeide Stoffe wie Polyamid, Acryl, Elastan, Polyester und Nylon. 
  • Greife zu hellen Farben statt Begräbnis-Look. 
  • Trage mehrere dünne Schichten, nicht eine dicke. 

3. Bewegung ja – aber nur zu den Stoßzeiten

Sport bei Krebs kann helfen, den Kreislauf und die Durchblutung zu stabilisieren, Fatigue zu verbessern und Stress zu reduzieren.  

Aber im Sommer gelten da ein paar zusätzliche Regeln: 

  • Geh lieber morgens oder abends spazieren, wenn es kühler ist. 
  • Suche dir möglichst schattige Plätze und meide die pralle Sonne. 
  • Mache regelmäßig Pausen, auch wenn sie nur kurz sind. 
  • Praktiziere Entspannungsübungen oder ruhigere Sportarten wie z. B. Yin Yoga oder Tai-Chi. 
  • Ganz wichtig: Nimm den Leistungsdruck raus. Dein Körper muss gerade nicht „funktionieren wie früher“.  

4. Nachtschweiß ernst nehmen

Wenn die Nächte zur Sauna werden, hilft oft schon ein anderes Setup. Versuche es mit dünnerer Bettwäsche, Baumwolle statt synthetischen Stoffen, einem Ersatzshirt neben deinem Bett und einem offenen Fenster oder einem Ventilator, um dein Schlafzimmer möglichst kühl zu halten. 

5. Kalt bedeutet nicht gleich kühler

Eiskalte Getränke wirken oft nur kurz und können den Körper sogar zusätzlich stressen. Also versuche lieber, lauwarm oder leicht gekühlt und über den Tag verteilt genug zu trinken – idealerweise zwei bis drei Liter pro Tag. Am besten nicht alles auf einmal runterkippen, sondern regelmäßig in kleinen Mengen, damit dein Körper konstant mit Flüssigkeit versorgt bleibt. Denn Dehydration passiert im Sommer schneller, als man denkt. 

6. Du schwitzt, was du isst

Auch beim Schwitzen gilt die Devise: „Du bist, was du isst.“ Deswegen solltest du bei deiner Ernährung darauf achten, die richtigen Lebensmittel zu essen und die falschen zu vermeiden:  

  • Achte darauf, vor dem Schlafengehen nicht zu scharf, zu schwer oder zu fettig zu essen. Das kann zusätzliche Schweißausbrüche auslösen und dich unruhig schlafen lassen. 
  • Vermehrter Stress, Kaffee, Alkohol, Tabak oder starke Gewürze können Schwitzen verstärken. 
  • Kühlende Lebensmittel wie Wassermelone, Gurke, Joghurt, Blattsalate, Minze, Beeren und Zitrusfrüchte liegen im Sommer angenehmer im Magen und können dir dabei helfen, dich weniger überhitzt zu fühlen. Wichtig: Sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, ob diese Lebensmittel zu deinem Therapie- oder Ernährungsplan passen. 
  • Salbei ist ein Klassiker unter den Schweiß-Hacks. Vor allem Salbeitee oder Salbeiextrakt können dabei helfen, die Schweißproduktion etwas runterzufahren, weil sie direkt auf die Schweißdrüsen wirken. Klingt nach Oma-Hausmittel, funktioniert aber tatsächlich ziemlich gut. Am Ende des Artikels findest du eine Studie dazu.  

7. Deo, aber bitte ohne Hautdrama

Deodorant gehört im Sommer – oder bei generellem Schwitzen – definitiv dazu. Desinfizierende Seifen können auch helfen. Gerade während oder nach einer Therapie reagiert die Haut aber oft empfindlicher als sonst. Greife deshalb lieber zu milden, alkoholfreien Deos ohne aggressive Duftstoffe und Aluminium. So kannst du unangenehme Gerüche reduzieren, die durch Bakterien entstehen, wenn Schweiß auf der Haut zersetzt wird. 

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Titelfoto: Kindel Media/Pexels

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