Schweiß-Hacks: Wenn dein Kühlsystem überschwitzt
Schwitzen gehört zum Sommer dazu. Aber was passiert, wenn dein Körper plötzlich schwitzt, obwohl es gar nicht heiß ist? Das erleben viele während und oft auch nach einer Krebstherapie. Warum Hitze zur Endgegnerin werden kann und welche Schweiß-Hacks wirklich helfen. Wir klären auf.
Du bist hier richtig, wenn…
- du dich fragst, warum du seit der Therapie viel stärker schwitzt als früher.
- du wissen willst, was bei Hitzewallungen, Nachtschweiß & Co helfen kann.
- du Tipps suchst, wie du besser durch heiße Sommertage kommst.
Sommer, Sonne, Schweißausbruch? Während viele über Deo-Überdosen, Hitzewallungen und verschwitzte Öffis jammern, sind die Sommermonate für Menschen mit Krebs oft eine wirkliche Belastung. Denn für sie fühlt sich Hitze plötzlich ganz anders an. Der Körper reagiert empfindlicher, der Kreislauf macht selbst Sommerpause und Schwitzen wird zu einer körperlichen und psychischen Belastung.
Und nein: Das ist nicht nur „etwas unangenehm“. Starkes Schwitzen kann anstrengend sein, Schlaf rauben und im Alltag extrem stressen. Vor allem dann, wenn auch noch Fatigue, Schmerzen oder Nebenwirkungen dazukommen.
Das Problem dabei ist, dass übermäßiges Schwitzen selten offen angesprochen wird, obwohl viele betroffen sind. Denn sind wir mal ehrlich: Jemandem zu sagen, dass er oder sie stark schwitzt, gehört vermutlich zu den unangenehmsten Gesprächen überhaupt. Genau deshalb bleibt das Thema oft irgendwo zwischen Scham, Weglächeln und „hoffentlich merkt’s niemand“. Wir ändern das heute. Denn wenn man sich die Funktion von Schwitzen mal genauer ansieht, macht das Ganze tatsächlich Sinn. Los geht’s.
Übers Schwitzen und Überhitzen
Übermäßiges Schwitzen ist unangenehm. Aber warum produziert unser Körper eigentlich Schweiß? Schwitzen, auch Transpiration genannt, bezeichnet die Absonderung von Schweiß auf der Haut und ist ein ziemlich kluges, eingebautes Kühlsystem unseres Körpers. Über das vegetative Nervensystem produziert der Körper Schweiß, damit er sich durch die Verdunstung wieder abkühlen kann – wie eine eingebaute Klimaanlage.
Und von diesem Schweiß kommt manchmal ganz schön was zusammen: Erwachsene können je nach Hitze und Belastung mehrere Liter Schweiß pro Stunde verlieren. Klingt erstmal wild, ist aber ein völlig normaler Prozess. Problematisch wird es dann, wenn der Körper plötzlich mehr schwitzt als nötig. Denn eine Krebserkrankung und Krebstherapien können das integrierte Kühlsystem ordentlich durcheinanderbringen, da Hitze plötzlich ganz anders verarbeitet wird als gewohnt. Besonders häufig sind dabei:
- Verändertes Temperaturempfinden
- Hitzewallungen
- Nachtschweiß
- Stärkere Erschöpfung im Sommer
- Kreislaufprobleme bei Hitze
Der Grund dafür ist oft ein Mix aus Therapie, Hormonen und Stressreaktionen des Körpers. Gerade antihormonelle Therapien können starke Hitzewallungen auslösen, bei Brust- oder Prostatakrebs etwa. Eine derartige Therapie kann Frauen vorzeitig in die Wechseljahre bringen. Was dann genau im weiblichen Körper passiert, kannst du in unserem Artikel „Menopause – wenn dein Körper plötzlich neue Regeln setzt.“ lesen. Was wir schon mal verraten können: Der Körper reagiert dann ähnlich. Schweißausbrüche, plötzliches Schwitzen und anschließender Schüttelfrost.
Auch Chemotherapien oder medikamentöse Krebstherapien können die Temperaturregulation beeinflussen. Viele Medikamente verändern den Flüssigkeitshaushalt oder belasten den Kreislauf zusätzlich. Und genau das merkt man im Sommer oft besonders stark. Aber was tun, gegen übermäßigen Schweißverlust?
Auf der nächsten Seite findest du sieben Schweiß-Hacks, die dir helfen können, die heißen Sommermonate leichter zu überstehen.
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